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Arbeit unter Linux mit Screenreadern nach wie vor schwierig

Die Unterstützung des Betriebssystems Linux mit Screenreadern ist nach wie vor sehr rudimentär. Unter [[http://blogs.kde.org/node/4401]] wird berichtet, dass erst jetzt [[http://www.qt-software.com]] unter Linux mit Screenreadern benutzt werden kann.
Der Blog sagt aus, dass QT bereits unter Windows zugänglich ist. Das ist nicht ganz korrekt. Für triviale Controls gilt das zwar, allerdings nicht für Tabellen und komplexere Fensterstrukturen wie Tabwidgets etc.
NVDA ist hier übrigends deutlich besser als JAWS, weil NVDA konsequent IAccessible2 auswertet, währen JAWS sich auf andere Quellen verlässt.
Unter Linux gibt es einige Screenreader, die für die Konsole verwendet werden können. Das ist zwar interessant, hat mit der heutigen Nutzung von Linux nur noch wenig zu tun, weil hier alle grafischen Anwendungen nicht benutzbar sind. Einzige derzeit bekannte Lösung für GNOME ist der Screenreader Orca. Wie NVDA ist auch er in Python geschrieben. Wer sich nicht Stunden mit Installation und Konfiguration herumschlagen möchte – dazu braucht man immerhin sehende Hilfe, sollte die Vinux-Distribution von [[http://www.vinux-project.org]] verwenden. Diese Distribution hat Orca bereits auf Ubuntu installiert und konfiguriert. Der Reader reagiert allerdings relativ träge auf Eingaben.
Alternativ dazu gibt es noch das Projekt SUE, das den Kern des Linux Screenreader (LSR) verwendet. [[http://sourceforge.net/projects/sue/]] Allerdings gibt es bislang von diesem Projekt keine wirklich nennenswerten Fortschritte.