Vom Hai zum Känguru – von der Zwangsabgabe zur freiwilligen Spende

Es ist vollbracht. An meinem privaten PC hüpft quasi nur noch das Känguru NVDA. Der Hai beißt nicht mehr recht.
Und auch an meinem Arbeitsplatz in der Firma wird der Hai allmählich zum Ersatzspieler.

Hintergrund

Ich bin eigentlich ein echter JAWS-Poweruser. Während meiner Arbeit als Softwareentwickler verwende ich diesen kommerziellen Screenreader den ganzen Tag. Ich kenne alle Befehle, die ich im Alltag brauche, habe ein paar winzige Skripte hingefummelt und habe einige Anwendungen, die einem Screenreader alles abverlangen. Also gibt es doch keinen Grund fremdzugehen? Trotzdem werde ich dem Hai Stück für Stück untreu. Mittlerweile bin ich mir sicher, dass es mehr als nur ein neugieriger Ausflug wird.

Mit diesem Artikel möchte ich andere JAWS-Bemnutzer dazu ermutigen sich intensiver mit NVDA zu beschäftigen und die eigenen Möglichkeiten auszuloten. Doch beginnen wir erstmal am Anfang.

Die Chronik

Alles begann damit, dass ich Software mit dem QT-Framework entwickeln musste bzw. durfte. QT ist plattformübergreifend und verwendet deshalb keine sog. nativen win32-Steuerelemente. Anders gesagt, um Anwendungen mit dem QT-Framework nutzen zu können, braucht es einen Screenreader, der auf die offiziellen Schnittstellen MSAA bzw. IAccessible2 hört. Ooops machte da der Hai – er konnte nicht mal eine simple Meldungsbox vorlesen. Bis zu diesem Zeitpunkt hatte das NVDA-Känguru als zweiter Screenreader geduldig auf dem PC sein darsein gefristet und schwups – der las denn auch anstandslos die Meldungsbox. Also den Hai für alles normale und das Känguru für QT? Eine Weile war es so und damit konnte ich die Arbeit fortführen. Damit nicht genug war es ein leichtes für meine Kollegen mit NVDA die Stellen unserer Anwendung anzupassen, wo dieser Reader noch hakte. Ein Screenreader, der sich für Entwickler wie ein kleines Hilfswerkzeug anfühlt, die Sprachausgabe auf Wunsch auf dem Schirm anzeigt, ist für viele Entwickler Motivation und Hilfe genug. Am Ende war unsere Anwendung zur Eingabe von Testfällen und Bewertung so weit angepasst, dass ein produktives Arbeiten mit NVDA damit möglich war. Das beinhaltete auch das Navigieren in Tabellen und zwischen verschiedenen Fenstern.

Ich verwende bei mir zuhause noch eine veraltete JAWS-Version, obwohl ich die entspr. Lizenz zur Verfügung hätte. Das letzte Update des gefräßigen meeresbewohners steckt mir noch in den Knochen. Jedesmal muss ich um den Treiber für mein Papenmeier Trio bangen, brauche eine Weile bis die Einstellungen umgezogen sind – und jedesmal muss ich die Brailezeile erneut auswählen. Ein Blick in die Neuigkeiten für eine neue JAWS-Version zeigen, dass es viele neue Funktionen gibt, deren Nützlichkeit ich teilweise nicht nachvollziehen kann und vor allem, dass Fehler in der Software verbleiben. Um es kurz zu machen, ich vermeide ein JAWS-Update wo immer ich kann und ich glaube nicht, dass Probleme mit einer neuen Version wirklich besser werden. Ich will nicht behaupten, dass ein JAWS-Update nicht problemlos möglich wäre, aber es bereitet mir großes Kopfzerbrechen und es gibt kaum Funktionen, auf die ich mich freuen könnte.

Ich verwende Outlook 2010 für meine E-Mails und JAWS 11 verreckt regelmäßig, wenn ich nur eine Mail mit Escape schließe. Resigniert über ein sicher erfolgloses Update bekommt wieder einmal das Känguru die Chance – und nutzt sie.

Mittlerweile lese ich mit NVDA meine Mails, lese und kommentiere Statusmeldungen auf Facebook, verkaufe Gegenstände bei Ebay, erstelle Blog-Artikel, und versuche immer mehr auf den Hai zu verzichten. Damit nicht genug kann ich mittlerweile fast alle notwendigen Anwendungen an meinem Arbeitsplatz mitNVDA nutzen, sodass ein ernsthaftes produktives Arbeiten als Softwareentwickler mit Visualstudio 2008 möglich ist. Einziger Nachteil ist, dass ich meine private Papenmeier Braillezeile nicht nutzen kann. Wieso? Während NVDA selbst Zeilen der Firma Hedo unterstützt, gibt es immer noch keinen Treiber für die Papenmeier-Zeilen. Die Lösung mit Brltty, die gerne dafür genannt wird, beißt sich mit dem Treiber von JAWS und lastet das System vollständig aus. Es spricht für sich, dass einer der größten deutschen Hardwarehersteller keinen NVDA-Treiber anbietet. Wie auch immer, dieser Nachteil geht nicht auf Kosten von NVDA.

Nachdem ich so ganz gut zurecht kam, stellte ich gleichzeitig fest, dass ich immer versucht habe, mit dem JAWS-Cursor unter NVDA die Oberfläche zu erkunden. Nachdem ich mittlerweile großes vertrauen in den freien Screenreader gewonnen hatte, war es also an der Zeit mich mit der Bedienphilosopieh näher auseinanderzusetzen. Eine gründliche Studie des deutschsprachigen Handbuchs brachte mich dem Ziel um einiges näher. Für alle Mitumsteiger hier die Unterschiede, bzw. wie man unter NVDA zurecht kommt.

  1. NVDA hält sich ähnlich wie Voice Over (das ist der Screenreader von Aple) strikt an die Hierarchie, die eine Anwendung vorgibt. Anstatt mit dem Jaws-Cursor das gesamte

Anwendungsfenster zu lesen und ggf. irgendwo zu klicken, navigiert man bei NVDA mit NVDA-Taste und den Ziffern des Nummernblocks durch die Objekthierarchie. Der Hai kann das auch – Homerow hieß das mal und war eigentlich nur als Werkzeug zur Skriptentwicklung bzw. Anwendungserkundung gedacht. NVDA hingegen hat dieses Werkzeug immer an der aktuellen Position. NVDA sagt also: suche zuerst das Objekt, mit dem du etwas anfangen – vielleicht auch nur es lesen möchtest und interagiere mit ihm. NVDA beherrscht etwas ähnliches wie dem JAWS-Cursor. Das nennt sich Screen-Review-Modus und wird mit Nvda+Num7 ein- und ausgeschaltet.

  1. Unter NVDA kann man jeder zeit mit den Tasten des Nummernblocks Zeilenweise, wortweise oder Zeichenweise im aktuellen Objekt navigieren. NVDA kennt dabei nicht die seltsamen Beschränkungsmodi, die man unter JAWS für den JAWS-Cursor auswählen kann. Der Lesebereich ist strikt auf das aktuelle Navigator-Objekt beschränkt – für alles andere braucht man den Screen-Review-Modus.
  2. Häufig ist es unter NVDA ausreichend, auf einem gewünschten Objekt die Eingabetaste des Nummernblocks zu drücken, um es zu aktivieren. Wenn Sie z.B. einen Link in einer Mail haben, brauchen sie weder Cursorrouting noch Klicks ausführen – navigieren sie mit dem Nummernblock oder mit den cursortasten auf den Link, und aktivieren ihn mit der Eingabetaste des Nummernblocks.
  3. Mit Nvda+Num/ zieht man die Maus zum Navigator-Objekt und kann dann mit Mum/ einen Linksklick ausführen. Dies hat bei mir allerdings machmal nicht zuverlässig funktioniert.
  4. NVDA kennt keinen Grafikbezeichner. Stattdessen liest er schlicht den Tooltip vor, wenn man sich durch die Objekthierarchie auf ein Werkzeug einer Symbolleiste bewegt. anstatt also auf dem Schirm nach dem Symbol zu suchen, verwenden sie die Objektnavigation zur Navigation zur Symbolleiste bzw. zum Werkzeug, dass sie anklicken möchten und aktivieren es mit Num-Eingabe. Das ist am Anfang vielleicht etwas umständlich, aber schon bald kennt man die Struktur der Anwendung und kann schnell navigieren.
  5. Die Navigation mit dem Navigator ist einfach zu merken: Die Tasten links, rechts, oben und unten zur Fünf also 4, 6, 8 und 2 Navigieren eben links, rechts, nach oben und zum ersten Kind im Objektbaum. Das klingt Theoretisch, aber wenn Sie es z.B. im Explorer ausprobieren, wird schnell klar, wie es funktioniert. Bleibt noch anzumerken, dass die Objektstruktur der Anwendung oft nichts mit der Anordnung der Objekte auf dem Schirm zu tun hat.
  6. NVDA verfolgt auf Wunsch die Maus, gibt ihre Koordinaten akustisch aus und man kann steuern, welche Informationen über ein Objekt vorgelesen werden, wenn man mit der Maus darüber fährt.
  7. Viele Fortschrittsbalken wird NVDA auf Wunsch akustisch verfolgen – unter Jaws kennt man so etwas nicht.
  8. Es gibt noch eine Reihe anderer Tastenbefehle, die ich mir noch nicht merken kann. Hier hilft das Handbuch und die Liste der Tastenkombinationen.

Aktueller Stand und Ausblick

Die Aktualisierung von NVDA dauert nicht mehr als ein paar minuten. Dabei begleiten einen die gesamte Zeit während der Installation die zuletzt eingestellten Stimmeneinstellungen. Während unter JAWS die Scansoft Stephi Schlaftabletten verabreicht bekommt, quasselt sie munter für NVDA. Das erlaubt endlich das Verwenden einer etwas angenehmeren Stimme. Kleinigkeit, aber selbst die getunten JAWS-Stimmen, die eingeführt wurden, weil SAPI zu lahm war, haben’s unter JAWS nicht gebracht. Mittlerweile kann sich NVDA automatisch aktualisieren bzw. nach Updates suchen. Die zwei getrennten Installationspakete von NVDA wurden in einem vereinigt, was gleichzeitig für alle Sprachen lokalisiert ist.

Wenn mir unter JAWS etwas nicht gefällt, mache ich nicht mehr den Versuch dies irgendwo zu melden – es kommt vermutlich sowieso nicht an. Unter NVDA erstelle ich ein Ticket und wenn es wirklich wichtig ist, spende ich etwas für die Umsetzung Immerhin kann ich den Status jeder zeit einsehen, die Entwickler bekommen direkt bescheid und wenn der Fehler behoben ist, kann ich am nächsten Tag mit einem aktuellen Installer überprüfen, ob das Problem wirklich korrigiert ist. Ich behaupte nicht, dass NVDA ohne Fehler ist, aber es ist transparent und ich bin gerne bereit Fehler zu melden.

Ein Hindernis für die noch zögerlichen Umsteiger dürte die etwas andere Bedienphilosophie sein. Auch die Darstellung auf der Braillezeile ist gewöhnungsbedürftig. Welche Darstellung am sinnvollsten ist, vermag ich nicht zu sagen.

Während das große Rätselraten darum, ob und wann JAWS und die anderen kommerziellen Screenreader Windows 8 unterstützen werden anhält, heißt es in den News zur aktuellen Betaversion von NVDA lapidar: Support für Windows 8 Metrooberflächen. Ich weiß nicht, ob es wirklich schon funktioniert, aber dafür würde eine Mail in der Entwicklerliste reichen – es ist immerhin transparent.

Währen JAWS eine eigene Skriptsprache ohne vernünftigen Debugger verwendet, verwendet NVDA Python – jene kryptische aber mächtige Programmiersprache, die NVDA selbst gebar. Python ist verbreitet, eine interpretierte und reflexive Sprache und erlaubt eine andere Art der Programmierung. Will sagen, der Screenreader dürfte für kompetente Entwickler deutlich leichter erweiterbar sein.
Während die Lokalisierung (zumindest in früheren Versionen) von JAWS ungefähr bis zur nächsten englischen Version brauchte, wird sie unter NVDA parallel zur Entwicklung spätestens zum Release gepflegt. Und wem wirklich noch eine ausgefallene Sprache fehlt, der kann sich seine eigene Übersetzung erstellen und damit das projekt unterstützen.

Mittlerweile gehen die Anwendungen, die nur mit Screenreadern mit einem Grafiktreiber bedienbar sind stark zurück. Das ist auch gut so, denn bei der Virtualisierung von Rechnern, können diese Treiber nicht mehr korrekt installiert werden – oder es gibt Probleme dabei. Konkret muss ich lediglich mit einem Zeiterfassungsprogramm arbeiten, dass von JAWS besser vorgelesen wird als von NVDA.

Der Vorsprung des Marktführers JAWS ist arg zusammengeschmolzen und die Unterschiede sind nur noch für einige bestimmte Anwendungen am Arbeitsplatz relevant. Damit will ich nichtsagen, dass JAWS & co. überflüssig währen – Vielfalt ist immer wichtig, aber objektiv können die kommerziellen Reader den enormen Kostenaufwand immer schwerer rechtfertigen. Statt ein entspr. Update zu kaufen, sollte man überlegen, eine ähnlich hohe Spende bei NVDA zu tätigen. Legen Leute zusamen, wäre es sicher möglich, ein bestimmtes dringend benötigtes Feature umsetzen zu lassen. Und wem das nicht reicht, der kann jeder Zeit selbst Hand anlegen – allerdings braucht es einiges an Einarbeitung die komplexe Software und das Design zu versteh. Ich bedaure es sehr, dass ich nicht die Kraft habe, mich abends an der Weiterentwicklung zu beteiligen.

Nun müssen die Anwender entscheiden, welchen Weg sie gehen möchten. Vielleicht gibt es in Zukunft professionelle Schulungen für NVDA und ein Anpassungsgeschäft – was spricht dagegen, dass jemand für eine Anpassung für einen Arbeitsplatz Geld bekommt und diese im Gegenzug in das NVDA-Projekt einspeist?

Positive Überraschung bei der Zugänglichkeit einer sehr grafisch orientierten Anwendung


Hintergrund

Gerade in der Zugänglichkeit von Software ist vieles nicht so wie es auf den ersten Blick erscheint. Es gibt Anwendungen wie z.B. Vim die sehr zugänglich wirken – hat dieser Editor doch nicht mal eine Menüzeile. Beim Erproben stellt sich dann heraus, dass GVim, die Windows-Gui-Variante des Editors nur bedingt mit Screenreadern benutzbar ist. Eine solche scheinbare Zugänglichkeit ist der weit aus häufigere Fall gegenüber dem erfreulichen Gegenbeispiel, von dem ich eigentlich sprechen möchte.

Positivbeispiel Power Designer

Der Power Designer von Sybase ist eine Anwendung zum Entwerfen von Datenmodellen in Bezug auf Datenbanken. Damit kann man auf sehr abstrakter Ebene die Schemata, Tabellen und Relationen innerhalb einer Datenbank modellieren. Aus solchen Modellen werden später die Skripte für die Datenbanken generiert, die als Datenbasis für große Informationssysteme dienen.

Die Oberfläche des Power Designers ist in zentralen Punkten darauf ausgerichtet, dass Anwender die komplexen Datenmodelle so anordnen können, dass sie leicht überblickt und verstanden werden können. Symbole und Pfeile transportieren dabei die wesentliche Semantik der Modelle so wie UML die Semantik als Bild transportiert. Um so erstaunlicher ist die tatsächliche Zugänglichkeit der Anwendung.

Wie zugänglich ist diese Anwendung nun

Die Grundlage der Nutzung liefern die folgenden Basiszugänglichkeiten, ohne die wohl keine Anwendung vernünftig Bedienbar ist:

  • Vollständige Nutzbarkeit der Menüleiste
  • Korrekt zugewiesene Tooltips, sodass die Beschriftung der Tools für den Screenreader möglich ist.
  • Bereitstellung aller zentralen Programmfunktionen über Menüs
  • Zugänglichkeit der Basissteuerelemente wie Eingabefelder, Komboboxen etc.

Dadurch können die folgenden Funktionen genutzt werden:

  • Anlegen und Verwalten von

    • Datenmodellen
    • Entitäten
    • Relationen
    • Paketen
    • Tabellen
    • Attributen
    • Kommentaren
  • Entwerfen des semantischen Datenmodells – also das Eingeben aller Entitäten und Relationen mit allen Kardinalitäten die ein Modell beschreiben.
  • Erstellen von physikalischen Datenbank Modellen
  • Generieren von Skripten zur Aktualisierung einer Datenbank
  • Reverse engineering einer vorhandenen Datenbank – allerdings ist hier der Vorteil der schnellen Übersicht, den sehende Anwender haben hier nicht gegeben. Zum Erfassen des Modells könnte in diesem Fall also auch direkt die Datenbank betrachtet werden.

Welche Teile der Anwendung sind nicht zugänglich

Um das zu beantworten, müsste ich noch viele Arbeiten mit der Anwendung durchführen. Ein wesentlicher Nachteil ist klar die leichte Erfassbarkeit von ER-Diagrammen zu nennen. Das Abgleichen von Unterschieden zwischen Modellen könnte ebenfalls problematisch werden, weil hier viele Daten gleichzeitig überblicht werden müssen.

Was ist an der Zugänglichkeit des Power Designers nun so entscheidend?

Man könnte meinen, es handelt sich eben um eine weitere zugängliche Anwendung – schön aber kein wirklicher Grund für einen solchen Blogeintrag. Das stimmt aber nicht. Die Nutzbarkeit des Power Designers erlaubt blinden und sehbehinderten Informatikern die Arbeit als Datenarchitekt. In einer solchen Position entwirft man Datenmodelle die die Grundlage für moderne Informationssysteme bilden. Wir können unsere Gedanken zu bestimmten Datenmodellen in einer vernünftigen, effizienten und vor allem für andere Kollegen gut nutzbaren Form ablegen. Wir können ferner Datenmodelle anderer erfassen und z.B. bei Verbesserungen und Optimierungen helfen. Das schafft ein neues Arbeitsfeld.

Weitere mützliche Anwendungen für Datenarchitekten, die gut zugänglich sind

Die folgenden Anwendungen haben mir bislang gute Dienste geleistet:

  • PostGreSql – ein freies Datenbanksystem dessen Administration gut nutzbar ist.
  • Navicat Eine Anwendung zum Betrachten und bearbeiten von Datenbanken – bearbeiten meint hier das Eingeben von Daten in Tabellen und Änderungen an der Tabellenstruktur. Es kann mit verschiedenen Datenbanken kommunizieren und bietet daher eine gute zentrale Bedienoberfläche. Weitere nützliche Funktionen sind das Ex- und Importieren von Daten.
  • Oracle Grid Control – Eine Webanwendung zur Verwaltung einer großen Menge von Oracle-Instanzen Damit lassen sich ganze Farmen von Datenbanken überwachen und pflegen.
  • Die Kommandozeilentools von Oracle, PostGreSql und SqLite – alles Datenbanksysteme

Anwendungen die wegen ihrer Zugänglichkeit nicht zu empfehlen sind

  • TOAD – steht für Tool for Oracle Application Developers
  • Oracle Enterprise Manager – und eigentlich alle auf Java basierenden GUI-Tools von Oracle
  • Enterprise Architect – auch wenn dieser sich mehr auf die Modellierung von Software mit UML bezieht. Aber Datenbanken kann die Anwendung auch zu einem bestimmten Teil.

Demo meines AX3000g Gittarreneffektboards

Unter dem folgenden Link habe ich mal eine Session mit meinem AX3000g abgelegt. Es zeigt:

  • Das Gerät klingt echt gut und macht viel Spaß.
  • Gut, dass ich Informatiker und kein Musiker geworden bin.
  • Ein Effektboard reicht nicht – man muss auch das Instrument spielen können.

Hier nun der Link zum Lärm:

http://dl.dropbox.com/u/12953161/heikos%20music/ax3000g_demo2.mp3

Anmelden bei Google Analytics mit NVDA und Mozilla Firefox

Um diesen Blog weiter zu optimieren wollte ich mich bei Google analytics anmelden. Allerdings scheiterte das ganze mit dem Internet Explorer 8 bereits am Captcha bei der Kontowiederherstellung. Mit der Kombination aus NVDA, Firefox und Webvisum hingegen, wurden die Captchas gelöst (Danke an das Webvisum-team) und alles andere verlief reibungslos. Nicht einmal eine Braillezeile hatte ich zur Kontrolle. Offenbr ist das Duo aus Firefox und NVDA mittlerweile wirklich gut ausgereift.
Danke an zwei so tolle Opensource-Anwendungen. Ich sollte wohl mal wieder spenden.

Erste Schritte auf Google Analytics

Nachdem der Tracking code auf diesem Blog installiert war, musste ich etwas wrten, bis analytics zugegriffen hat und die ersten Daten präsentieren konnte. Die “Neue Version” ist anscheinend mit Firefox nicht wirklich gut bedienbar. Zumindest habe ich keine meiner Daten über die Webseite gesehen. Auf der “alten Version” war es dagegen ganz einfach. OK zwei Besuche und fünf Zugriffe bzw. abgerufene Seiten sind nun wirklich kein Brüller.

Jetzt geht’s vorbei mit dem Hai

Das Erlebnis mit NVDA und Firefox hat mich ermutigt. Ist der Browser gegenüber IE8 doch aktueller – den IE kann ich nicht aktualisieren, weil Zoomtext sonst Probleme bekommt. Immerhin habe ich die Erkundung der Daten auf Analytics nun mit Firefox und NVDA vorgenommen.

Pomodoro – eine Schwimmweste im Meer der Arbeit

I Use the Pomodoro Technique
Vor etwa zweieinhalb Jahren, habe ich ein Buch gefunden, dessen Titel sinngemäß sagte: “Merh schaffen in weniger Zeit”. Das fand ich super, weil mir die Arbeit im Büro ziemlich stressig und sehr viel vorkam. Heutzutage kann ich auch bei großem Stress relativ ruhig bleiben und keine der vielen Aufgaben oder Dinge die ich erledigen wollte geht verloren.

Was ist das für eine Schwimmweste

Die sog. Pomodoro-Technik www.pomodorotechnique.com basiert auf der Erkenntnis, dass der Mensch eine ganze Menge Dinge tun kann, so lange er nicht versucht, sie gleichzeitig zu tun. Wissenschaftliche Studien belegen das auch Frauen, die ja oft behaupten multitaskingfähig zu sein, bei mehreren Aufgaben gleichzeitig die Konzentration aufteilen müssen. Dabei zeigt sich auch, dass das Wechseln zwischen Aufgaben für das Gehirn aufwändig ist. Pomodoro ist letztlich nichts anderes als ein Zeitscheibenverfahren, bei dem man immer genau eine Aufgabe/Tätigkeit ausführt und in festen Abständen die Chance hat, diese zu wechseln. Neue Aufgaben/Tätigkeiten werden dabei sofort in einer Liste aufgenommen, damit sie nicht verloren gehen und aus dem Kopf gelöscht werden können. Weitere Schritte des Prozesses und Listen sorgen dafür, dass man sich selbst besser kennenlernt und seine Arbeitsweise Stück für Stück optimieren kann. Immerhin geht es ja mehr und mehr darum klare Aussagen darüber treffen zu können, was zu welchem Zeitpunkt fertig werden kann und was nicht.

Was Pomodoro nicht ist

Pomodoro ist kein Versuch, den Menschen zu noch mehr Arbeit zu bewegen. Es geht auch nicht darum, durch irgendwelche Bewusstseinsveränderungen die Arbeitsleistung zu steigern – solche Dinge kommen eher aus einem Sektenumfeld. Es ist einfach eine ausgeklügelte Arbeitsorganisation, die an die eigenen Bedürfnisse angepasst werden kann. Die Methodik ist nicht kompliziert und benötigt nur einen Wecker, einen Zettel und einen Stift – also nichts, was die Anwendung kompliziert machen würde. Pomodoro nimmt einem keine Arbeit ab, sondern organisiert sie.

Meine Erfahrungen

Zu Beginn war es erst etwas ungewohnt, jeden Morgen eine Tagesplanung vorzunehmen. Immerhin geht es darum zu entscheiden, was heute getan wird, und was man nicht schaffen wird. Ein Ziel der Methodik besteht darin, eine nachhaltige Arbeitsgeschwindigkeit zu erreichen. Überstunden sind für max. zwei Wochen erlaubt. Wer sich vielen Aufgaben konfrontiert sieht, muss nun die schwere Entscheidung fällen, was er tun muss und kann an diesem Tage. Das kann auch bedeuten, dass man Entscheidungen eskalieren muss, um zu entscheiden A oder B. Eine Tagesplanung ist eine Art Versprechen gegenüber sich selbst.

Der nächste etwas ungewohnte Schritt war das konzentrierte Arbeiten während eines sog. Pomodoro. Ein Pomodoro ist immer 25 Minuten lang. In dieser Zeit wird ausschließlich an einer einzigen Tätigkeit/Aufgabe gearbeitet. Anschließend wird eine kurze Pause eingelegt, die dabei helfen soll, das Gehirn zu regenerieren, das gelernte bzw. Erarbeitete einsinken zu lassen und nicht zu letzt sich auf die neue Aufgabe einzustellen. Eine der Grundannahmen bei Pomodoro besteht darin, dass Taskwechsel für einen Menschen sehr teuer bzw. anstrengend sind. Jeder, der einmal versucht hat verschiedene komplizierte Dinge parallel zu machen kennt das.

Nachdem ich festgestellt hatte, das bei mir relativ wenig Unterbrechungen während der Pomodori auftraten, habe ich die Abbrüche nicht mehr notiert – solche Metriken sind teil des Prozesses bzw. mögliche Erweiterungen. Dazu gehörte die Erfahrung meiner Kollegen, dass ich auf eine Anfrage nicht sofort reagiert habe, sondern versprochen habe zurückzurufen, nachdem der aktuelle Pomodoro beendet war. Hält man das wirklich ein, sind viele Anfragen gut zu organisieren und abrupte Taskwechsel werden möglichst vermieden.

Irgendwann stellte ich fest, dass ich deutlich entspannter die Arbeit verlassen konnte. Egal wann eine Aufgabe/Tätigkeit bei mir landet, sie geht nicht mehr verloren. Morgends kann ich mit den Tätigkeiten bzw. der Liste vom Vortag beginnen und daraus die nächste Tagesplanung ableiten. Bei der Priorisierung hat sich bei mir ein klarer und fast unumstößliches Gesetz herausgestellt: Abhängigkeiten so früh wie irgend möglich auflösen! Das heißt, Arbeiten auf die andere warten haben immer vorrang vor anderen z.B. Fehlerkorrekturen. Es gibt sicher ausnahmen von der Regel, aber meistens sind auch dass wieder nur Abhängigkeiten.

Eine zentrale Erfahrung für mich war, dass es sich wirklich lohnt, dass frei erhältliche Buch mind. einmal vollständig zu lesen. Die Grundidee zu verstehen ist das Eine, das vollständige Umsetzen der Technik und damit Profitieren von den Vorteilen ist das Andere.

Interessanterweise verdient der Erfinder der Technik mittlerweile damit Geld, obowhl das Buch frei und darauf ausgerichtet ist, sich die Technik selbst anzueignen.

Was meinen Andere dazu

Ich will offen sagen, dass ich bislang nur wenige meiner Kollegen “bekehren” konnte. Viele empfinden das Ticken eines Weckers als Störung. Wer regelmäßig im Bus oder der Bahn zur Arbeit liest, weiß, wie schnell bekannte Geräusche in Vergessenheit geraten. Durch die Aufgabenliste und den Status der Aufgaben/Tätigkeiten kann ich zu jeder Zeit eine Aussage zu meiner Auslastung treffen und wann eine bestimmte Aufgabe erledigt werden kann. Das macht einen irgendwie vom Gejagten zum Jäger. Ein anderes Gegenarbument ist, dass sie Supportanfragen direkt beantworten mmüssen, oder dass sie die Arbeit nicht in dieser Form planen können.

Ich persönlich glaube, dass sich in den meisten Fällen Pomodoro nutzen ließe, wenn man sich und die Anfragenden darauf einstellt. Dabei ist Zuverläßigkeit ein wichtiger Punkt. Wenn man sicher sen kann, in kurzer Zeit zurückgerufen zu werden, ist es kein Problem ein paar Minuten zu warten. Kommt der Anruf nicht, sinkt das Verständnis und das Vertrauen sofort und man wird versuchen anders aufzutreten.

Ein weiterer Grund, warum sich nicht jeder für Pomodoro begeistern kann könnte sein, dass nicht jeder diese Form der Transparenz und Konsequenz möchte. Wem gefällt es schon, wenn er sich eingestehen muss, dass bestimmte Aufgaben bei normaler Arbeitszeit nicht umsetzbar sind? Aber genau darum geht es und auch darum daraus Schlüsse zu ziehen, die die eigene Gesundheit schützen.

Und wann sollte man die Technik nicht anwenden

Das Buch nennt u.a. Freizeit und bei lebensgefährlichen Situationen – Ich hole gleich Hilfe, aber ich muss erst meinen Pomodoro zu Ende bringen.
Es ist wie bei allen Werkzeugen: Man muss sich überlegen, wo und wann ein Einsatz vernünftig ist und dem Umfeld gerecht wird. Einer der größten Fehler wäre es allerdings, wenn man vor lauter Arbeit nicht die Zeit findet, sich damit zu beschäftigen. Für so etwas gibt es sog. Cheat Sheets – also eine Art Kurzanleitung, falls die Zeit für längeres Lesen fehlt.

Was hat sich nun konkret bei mir geändert?

  • Verläßliches und einfaches Tracken von Aufgaben
  • Effizienteres Arbeiten, weil der Kopf frei ist egal wie viele Dinge noch zu tun sind
  • Aufgaben werden rechtzeitig fertig und erhalten falls Notwendig die entspr. Priorität
  • Weniger Stress
  • Effizientes Arbeiten an einer Aufgabe auch wenn verschiedenste Tätigkeiten an einem Tag abgewickelt werden müssen.

Unsere Katze Lisa – ein Profil


Das Profil

Lisa ist eine echte DHK – also Deutsche Hauskatze. Sie sieht aus, wie Katzen eben aussehen – man könnte auch sagen eine Standardkatze. Sie ist etwa acht Jahre alt – das die Viecher auch nie selbst wissen, wann sie Geburtstag haben, macht das etwas ungenau. Sie ist typisch grau mit weißen Pfoten – wobei bei einerPfote die Farbe offenbar ausgegangen ist. Das Fell ist sehr weich, weil sie alle Zeit der Welt hat, es zu pflegen.

Besondere Eigenschaften

  • Ausgeprägte Anhänglichkeit und damit extrem schmusebedürftig; Allerdings kann diese Anhänglichkeit sehr spontan ändern.
  • Sehr gute Kenntnisse der Katzensprache (Miauuu, Mau, auuu, miiiaaaauuu) Auch fauchen ist kein Problem.
  • Besonders interessiert an Menschen die sie kennt – andere sind erstmal von Ferne zu betrachten
  • Sicherheitsbedürftig: Beim Klingeln wird auf dem Kleiderschrank Wache gehalten.

Besondere Vorlieben

Lisa meint ihre nähe zu Menschen wirklich ernst. Sie möchte auch nachts auf die Nähe nicht verzichten und besteht deshalb darauf, freien Zugang zum Schlafzimmer zu haben – ob sie da wirklich liegt, entscheidet sie individuell. Sie liebt eine große beheizte Fensterbank mit Außenblick, damit die eigene Wärmeproduktion reduziert werden kann. Sie hat verstanden, dass das komische Plastikteil an dem Wärmedingsda die Wärme reguliert. Deshalb versucht sie manchmal selbständig die Wärme einzuschalten. Glücklicherweise will ihr die Steuerung des Thermostats noch nicht recht gelingen. Welches Futter ihr mundet ähm mault, wird jeden Tag auf’s neue bestimmt – aber Trockenfutter von ausgesuchten Herstellern geht immer! Wer aber meint, Futter wäre immer eine Chance zur Erpressung, der irrt. Da müssen schon ganz besondere Leckerbissen angeboten werden, damit Katze einen Raum freiwillig verläßt.

Nogos

  • Hochheben
  • Streicheln an Pfoten oder Bauch – wird mit umgehendem Kratzen quittiert.
  • Verschlossene Räume zu denen sie Zutritt wünscht.
  • Herr- oder Frauchen, die am PC arbeiten wollen und ihr nicht 100% der Aufmerksamkeit schenken
  • Höhlen, Transportboxen oder Gegenstände, in denen man gefangen werden könnte
  • Der blöde laute Staubsauger, der sooo viel Krach macht.

Erstellen von PDF-Dokumenten aus Microsoft Word

Bei der Erstellung von PDF-Dokumenten wird das Dokument häufig zunächst in Word erstellt und anschließend in ein PDF-Dokument umgewandelt. Dabei kann man in Bezug auf die Zugänglichkeit des PDFs einiges richtig oder auch falsch machen.

Verwenden eines PDF-Druckers

Es funktioniert wie beim Ausdrucken des Dokuments. Man gibt lediglich den Dateinamen des PDFs ein und schon hat man eine fertige Datei. Ein bekannter Drucker dieser Sorte ist freepdf. Die Software installiert sich als normaler Drucker unter Windows und kann in jeder Anwendung verwendet werden.

Solche PDF-Dokumente sind i.d.R. nicht zugänglich, weil sie die Seiten meistens als Grafik im PDF ablegen.

Spezielle Software zum Export zugänglicher PDF-Dokumente

In den letzten Tagen gab es einige Meldungen über verfügbare Plugins für Word, um das Erstellen von barrierefreien PDF-Dokumenten zu ermöglichen. Während ein Tool aus der Schweiz
http://www.zhaw.ch/medien
eher ernüchternde und teilweise deffekte Resultate liefert, soll in Kürze ein weiteres Tool die Bühne betreten. Hier der Link zum Artikel:
http://blog.axespdf.com/index.php/leserseite/items/start-public-beta-axespdf-fuer-word.html

Das ganze kollidiert mit den bereits vorhandenen Möglichkeiten PDF-Dateien aus Word heraus erstellen zu können. Deshalb müssen sich solche Anwendungen an den Ergebnissen der Bordmittel messen lassen.

Bordmittel

Word 2010 bietet von sich aus die Möglichkeit, das Dokument als PDF zu speichern. Das Resultat ist verblüffend gut zugänglich. Bei mehreren Dokumenten konnte ich feststellen, dass die folgenden Features gut umgesetzt waren:

  • Die Meldung, dass das Dokument nicht getagt ist, entfällt.
  • Überschriften sind korrekt ausgezeichnet.
  • Tabellen sind gut lesbar
  • Listen ung geschachtelte Listen sind gut lesbar.

Ein entscheidender Vorteil bei eder integrierten Lösung in Word ist, dass viele Autoren sie intuitiv benutzen und damit ohne es zu wissen zugängliche PDF-Dokumente erstellen.

Defizite mit speziellen Plugins ausgleichen

Autoren von speziellen Plugins argumentieren oft damit, dass die Bordmittel bestimmte Funktionen nicht umsetzen bzw. das Ergebnis unbefriedigend ist. Daher wird versucht speziell auf Zugänglichkeit zugeschnittene Plugins zu entwickeln, die diese Defizite vermeiden.

Nach meinen Erfahrungen aus der Softwareentwicklung ist ein solches Vorhaben nur dann sinnvoll, wenn dauerhaft ein Team hinter einem solchen Projekt steht – es sich also nicht nur um ein kurzes befristetes Forschungsprojekt handelt. Dann hätte man besser daran getan Schwachstellen gegenüber Microsoft zu melden oder das ganze von Beginn an als quelloffene Initiative zu starten.

Die größte Hürde in der Praxis wird aber wohl sein, Anwender davon zu überzeugen, Word so einzusetzen, wie es gedacht ist. Für technikaffine Leute klingt das logisch, aber ich selbst kenne viele Anwender, die bereits bei Formatvorlagen den Sinn nicht einsehen mögen. Von Alternativtexten für Bilder etc. ganz zu schweigen.

Festplatten mit Hardwareverschlüsselung sind potenzielle Barrieren für blinde und sehbehinderte Computernutzer

Nachdem das Thema Datensicherheit immer mehr an Bedeutung gewinnt, gibt es mittlerweile eine ganze Reihe von Festplatten, die bereits hardwareseitig die Daten verschlüsseln und damit vor unberechtigtem Zugriff schützen. Falls dann ein Spion den PC stiehlt, kann er den Inhalt nicht auswerten. Neben den bereits bekannten Möglichkeiten, einzelne Verzeichnisse oder Partitionen softwaremäßig zu verschlüsseln, sorgen Festplatten mit Hardwareverschlüsselung dafür, dass alles und damit auch das Betriebssystem vor unbefugten Sicher ist. Damit das funktioniert, muss man vor dem eigentlichen Bootvorgang einen Benutzernamen und ein Passwort eingeben, mit dem dann der eigentliche (und nur auf der Hardware befindliche) Schlüssel entschlüsselt wird.

Leider funktioniert zu diesem Zeitpunkt kein Screenreader, sodass man die Zugangsdaten im Blindflug eingeben muss. Würde es sich nur um ein Passwort handeln, so wäre das sicher noch machbar. Da aber teilweise eine gesamte Benutzerverwaltung vorliegt – z.B. um gleichzeitig eine Anmeldung am Betriebssystem vornehmen zu können (Single Sign On), wird dies schon sehr problematisch. Erschwerend kommt hinzu, dass entgegen dem Windows-Anmeldeschirm, bei dem man sich manchmal auch blind anmeldet, keine Kurztasten vorliegen dürfen, um auf ein bestimmtes Feld zu springen.
Ich stelle daher folgende Anforderungen an solche Lösungen

  • Akustisches Signal, wann die Passworteingabe erwartet wird.
  • Verschiedene akustische Signale für jedes einzelne Feld des Eingabe Dialogs.
  • Verwaltungsoberflächen unter DOS, mit denen administrative Aufgaben durchgeführt werden können, sollten entwedereinen entspr. Screenreader enthalten oder die Dialoge sprechen.
  • Die Optionen sollten per Tastenkombination aktivierbar sein – sie sollten für sehende Anwender standardmäßig abgeschaltet sein.

Eine gute Softwareverschlüsselung kann man kostenlos mit TrueCrypt erreichen: www.truecrypt.org